Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu?

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Ecoon
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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu

Beitrag von Ecoon » 27 Okt 2016, 15:07

Ich habe einen 5 Jahre alten Rimowa Salsa 73 in matt schwarz, war damals recht "günstig" (für einen Rimowa) und bin im Prinzip auf zufrieden damit.
Schäden:
- Schale an einer Seite gerissen -> Risse abgebohrt und mit Aluminium-Tape repariert, hält mittlerweile seit 2 Jahren (besser als ich dachte)
- beide Griffe ausgerissen -> selbst repariert und Griffe mit je 2 Maschinenschrauben fixiert, besser als neu :)
- Schloss defekt -> ausgetauscht bei Rimowa

Was "komischerweise" (noch) nicht defekt war: Alle Rollen sind intakt (keine Flat-Spots, keine Risse, nichts abgebrochen), Reißverschluss geht noch gut, obwohl angescheuert, Rahmenschalen an den Griffen nicht ausgerissen (darauf hätte ich wetten können).

Daneben hab ich noch nen kleinen Samsonite Kabinentrolley der schon seit Jahren immer so bissi kaputt ist, aber nie wirklich kaputt geht. War nichts besonderer, hält aber.

Rimowa finde ich ok, aber leider stimmt Preis-Leistung für mich nicht (mehr). Ich hab mir nun 2 Gerätekoffer besorgt, die haben zwar ein höheres Leergewicht als die Rimowas, dafür "atombombensicher" gebaut, 100% Wasserdicht, massive Schnallen, ect. ( Nanuk 935 und Nanuk 960 ). Stabiler als die Rimowas sind die Koffer definitiv, ob auch so mobil, wird sich zeigen.

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu

Beitrag von Patty1996 » 27 Okt 2016, 18:03

Ecoon hat geschrieben: Ich hab mir nun 2 Gerätekoffer besorgt, die haben zwar ein höheres Leergewicht als die Rimowas, dafür "atombombensicher" gebaut, 100% Wasserdicht, massive Schnallen, ect. ( Nanuk 935 und Nanuk 960 ). Stabiler als die Rimowas sind die Koffer definitiv, ob auch so mobil, wird sich zeigen.
Die Nanuk Koffer stelle ich mir wahnsinnig blöd zum transportieren vor. Die sind ja ziemlich schwer (locker 5 kg, oder?) und unhandlich und haben ja auch nur zwei Rollen...Außerdem sollen die auch qualitativ nicht mehr das sein, was sie mal waren. Mein Dad hat einen (frag mich nicht welches Modell oder seit wann er den hat) den er als Geräte- / Werkzeugkoffer in seiner Arbeit tagtäglich verwendet und er verflucht das Teil mehr als es zu loben...

Aber vielleicht ist deiner ja ein anderes oder neueres Modell und daher besser. Ich drücke dir jedenfalls Daumen, dass er dein "Traumkoffer" wird! :)

Edit: Wie sind die eigentlich preislich? Viel günstiger als Rimowas können die bei der Verarbeitung ja auch nicht sein, oder?

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu

Beitrag von Ecoon » 27 Okt 2016, 23:21

Also schwer sind sie, der kleine (Nanuk 935) liegt bei 5kg, der große (Nanuk 960) bei 8.7 kg, das wird auch der größte Nachteil sein. Auf der anderen Seite wiegt der Samsonite nur nen kg weniger, ein Rimowa in gleicher Größe aus Alu ist etwa 2kg leichter.

Die 4 Rollen der Rimowas sind schon sehr praktisch, keine Frage, sobald der Untergrund etwas uneben wird (oder Teppich, ect) funktionieren diese schon nicht mehr, dann muss der Koffer auch gekippt werden, damit man ihn sauber hinterher ziehen kann. ABER auch diese werde ich wohl vermissen.
Generell sind es natürlich Gerätekoffer, damit auch nicht so chic' wie ein richtiger Reisekoffer und in den Abmessungen auch anders. Sie haben zwar fast identischen Inhalt, sind aber "dicker" und dafür etwas kleiner.
Außerdem sollen die auch qualitativ nicht mehr das sein, was sie mal waren. Mein Dad hat einen (frag mich nicht welches Modell oder seit wann er den hat) den er als Geräte- / Werkzeugkoffer in seiner Arbeit tagtäglich verwendet und er verflucht das Teil mehr als es zu loben...
Habe viel nach Erfahrungsberichten gesucht und aber kaum etwas gefunden. Ich kenne diese Art von Koffer auch aus meinem beruflichen Umfeld und da gibts diverse Hersteller und auch Qualitätsstufen. Wir haben viel die Peli-Cases, das sind ein wenig die "Platzhirsche" auf dem Markt. Die großen Modelle sind da schon etwas massiver gebaut und ich finde auch hier überzeugen die Nanuks (ohne zu arg ins Detail gehen zu wollen, finde die Schnallen/Griffe besser).
Die Frage wäre, was dein Vater an den Koffern nicht mag. Wir haben da zum Teil auch Werkzeug drinnen, das Werkzeug liegt in so Schaumstofflagen, wenn man an die unterste will, müssen die anderen beiden raus, das kann schon mal umständlich sein und nerven.
Ich drücke dir jedenfalls Daumen, dass er dein "Traumkoffer" wird!
Ja vielen Dank, ich muss zugeben, dass es schon ein "Experiment" ist, meine alten Koffer werde ich noch nicht hergeben. Ob die so funktionieren, wie ich mir das vorstelle und ob ich mit den Nachteilen (Gewicht, nur 2 Rollen) so leben kann, wird sich zeigen.

Der Preis im Vergleich zu den Rimowas ist schon ok. War für mich auch der ausschlaggebende Grund, nachdem ich gottseidank sass, als ich mich nach dem Preis des Rimowas in ALU und Größe 73 erkundigte :evil: . Der Große Nanuk hat knappe 80Liter und lag bei 240€ (Angebot) und der kleinere mit knappen 30Liter (Kabinentauglich) bei 200€, jeweils inkl. Versand. Allerdings aus Europa zusammengekauft. Der Hersteller wirbt mit lebenslanger Garantie, ist ja ein kanadischer Hersteller, wenn die ähnlich kulant sind, wie Eastpak, Leatherman und Konsorten, dann muss man sich in der Hinsicht auch keine Sorgen machen.


Also die beiden anderen Koffer funktionieren noch, aber sind schon echt runtergerissen. Der Rimowa wird so +- 150 Flüge hinter sich haben, der Samsonite war ja immer Kabinengepäck und der Leg zählt nicht, wenn der Koffer nicht durch die Hände von Loader gegangen ist :D
Dazu darf ich aber auch anmerken, dass ich zwar viel unterwegs bin, aber meist 2-4 Wochen bleibe, sprich ich lebe nicht "aus dem Koffer", sondern räume den immer komplett aus, ausserdem schleppe ich den am Zielort nicht durch die Gegend. Würde ich knappe 50kg wiegen und den Koffer 8-10mal in der Woche aus dem Bus in den Flieger und retour schleifen, dann müsste ich mir auch noch mal ernsthaft überlegen, ob mir ein leichter "Multiwheel" nicht "mehr Wert" wäre, obwohl er weniger stabil baut.

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu

Beitrag von Patty1996 » 28 Okt 2016, 09:32

Ecoon hat geschrieben: Die Frage wäre, was dein Vater an den Koffern nicht mag. Wir haben da zum Teil auch Werkzeug drinnen, das Werkzeug liegt in so Schaumstofflagen, wenn man an die unterste will, müssen die anderen beiden raus, das kann schon mal umständlich sein und nerven.
Grad auf der Baustelle ist dieses Herumheben sicherlich nervig. Vor allem kommen dann schnell mal Unmengen an Staub in die Schaumstofflagen und von dort aus natürlich auch in die Schnallen des Koffers. Generell sieht mein Vater die Schnallen als Schwachstelle, da sie bei dauerhafter Belastung, wie es bei ihm eben üblich ist, sehr schnell den Geist aufgeben.
Bei einem Koffer von ihm ist z.B. der ausziehbare Griff an einer Stelle "hängen" geblieben und lies sich dann weder ein- noch ausfahren. Bis das repariert war, hat der Koffer natürlich Unmengen an Platz in seinem Dienstwagen verbraucht...
Und von den Rollen hält er sowieso nichts, weil die auf der Baustelle einfach wirklich unbrauchbar sind.

Aber keine Sorge falls das jetzt alles zu negativ rüberkommen sollte, mein Papa meckert auch gern mal einfach so, das ist halt seine bayerische Frohnatur... ;)
Ecoon hat geschrieben: Der Preis im Vergleich zu den Rimowas ist schon ok. War für mich auch der ausschlaggebende Grund, nachdem ich gottseidank sass, als ich mich nach dem Preis des Rimowas in ALU und Größe 73 erkundigte :evil: . Der Große Nanuk hat knappe 80Liter und lag bei 240€ (Angebot) und der kleinere mit knappen 30Liter (Kabinentauglich) bei 200€, jeweils inkl. Versand. Allerdings aus Europa zusammengekauft. Der Hersteller wirbt mit lebenslanger Garantie, ist ja ein kanadischer Hersteller, wenn die ähnlich kulant sind, wie Eastpak, Leatherman und Konsorten, dann muss man sich in der Hinsicht auch keine Sorgen machen.
Preislich sind die ja wirklich voll okay, hätte die wirklich teurer geschätzt.
Ecoon hat geschrieben: Würde ich knappe 50kg wiegen und den Koffer 8-10mal in der Woche aus dem Bus in den Flieger und retour schleifen, dann müsste ich mir auch noch mal ernsthaft überlegen, ob mir ein leichter "Multiwheel" nicht "mehr Wert" wäre, obwohl er weniger stabil baut.
Das ist genau der Grund, warum für mich diese Koffer nie in Frage kommen würden. Ich stell mir das gerade bildlich vor, wie ich Tag für Tag diesen Koffer rumhiefe, obwohl er vollgestopft wahrscheinlich mindestens die Hälfte von mir selbst wiegt :D

Auf der Nanok-Homepage wird ja mit einer sehr schick gekleideten, zierlichen Dame mit hohen Absätzen an ihren Schuhen geworben, die diesen Koffer mit Leichtigkeit über den Flughafen rollt... Als ich das Bild gesehen habe musste ich direkt ein bisschen Schmunzeln! ;)

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu

Beitrag von Ecoon » 28 Okt 2016, 22:25

Aber keine Sorge falls das jetzt alles zu negativ rüberkommen sollte, mein Papa meckert auch gern mal einfach so
Schon ok :) Ist ja durchaus konstruktive Kritik. Koffer sind nun da und ich werde mal schauen, ob das wirklich funktioniert.
Auf der Nanok-Homepage wird ja mit einer sehr schick gekleideten, zierlichen Dame mit hohen Absätzen an ihren Schuhen geworben, die diesen Koffer mit Leichtigkeit über den Flughafen rollt... Als ich das Bild gesehen habe musste ich direkt ein bisschen Schmunzeln! ;)
Aber Werbung hat doch immer recht :kratz: (Die gabs leider nicht mit dazu, dafür sieht man mit dem orangenen Koffer aus wie nen Sani oder so :rolleyes: )

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu?

Beitrag von Heinrik » 25 Jul 2017, 01:41

Hallo,
na ja, bei Koffern ist es wirklich so eine Sache, dass ich oft auch sage, dass sich ein teurer Koffer einfach nicht lohnt. Egal wie gut die Qualität des Koffers ist, irgendwie wird er nach kurzer Zeit beschädigt und wenn er teuer war. Ärgert man sich umso mehr.
Wenn ich privat verreise nehme ich immer auch ein Handgepäck mit oder manchmal verreise ich nur mit Handgepäck. Ich habe mir eine schöne Tasche gekauft, mit der ich sehr zufrieden bin.
LG
Zuletzt geändert von News am 25 Jul 2017, 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: werbelink für irgendeinen Onlineshop entfernt :-)

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Re: Koffer: Lohnen sich teure, lieber billige oder öfter neu?

Beitrag von Full Metal FA » 08 Aug 2017, 01:06

Kommt halt auf die eigenen Anforderungen an, also z. B. was man in dem Koffer transportieren möchte, oder wie wichtig einem Statussymbole sind...

Natürlich hält ein Modell aus Aluminium mehr aus, aber vor "Verschleißerscheinungen" bzw. Totalschäden ist man trotzdem grundsätzlich nicht gefeit (je nachdem was z. B. drauf fällt oder drüberfährt...). Die Rollen als Schwachstelle haben sowieso alle modernen Koffer mehr oder weniger gemein.

Mehr als 200 € würde ich aktuell für einen Koffer nicht ausgeben.

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