Flugangst/Panikattacken

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heidi-alm

Flugangst/Panikattacken

Beitrag von heidi-alm » 05 Mai 2010, 10:14

Ich (30) habe seit einigen Jahren sehr starke Flugangst und fliege daher in der Regel maximal 2 Stunden.
Nun muss ich geschäftlich nächste Woche nach Kuba fliegen und weiß noch nicht, wie ich das anstellen soll.
Meine größte Angst ist es, dass ich im Flieger "durchdrehe". Mir wurde bereits vom Arzt mitgeteilt, dass das nicht passiert, und dass dann im schlimmsten Falle die Flugbegleiter etwas dabei hätten. Ich habe bereits Tabletten zur Beruhigung verschrieben bekommen, weiß aber nicht, ob das bei einem 10 Stunden - Flug auch so gut wirkt wie bei der Kurzstrecke. Nun meine Frage: Was würde denn im schlimmsten Fall passieren, wenn man eine schlimme Panikattacke bekommt? Passiert so etwas häufiger?
Ich wäre Euch wirklich sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen könntet!

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von nona » 05 Mai 2010, 14:18

Zunächst mal finde ich es irgendwie verantwortungslos von Deinem Arzt zu sagen, die FBs hätten etwas "dabei". Das ist so nicht korrekt. Sicherlich haben wir einen Arztkoffer an Board in denen Medikamente enthalten sind die beruhigend wirken , allerdings dürfen diese nur von einem Arzt verabreicht werden! Einfach mal so etwas rausgeben ist nicht!

Gut zu wissen wäre, warum und wobei Du diese Flugangst während des Fluges hast. Bzw. konzentriert sich die Flugangst nur auf den Start oder baut sie sich eher langsam während des Reiseflugs auf? Hast Du Angst vor einem Unglück, dem "ausgeliefert sein" oder ist es eher klaustrophobisch bedingt?

Wenn ein Gast Flugangst hat, dann hilft es meiner Erfahrung nach, wenn man dies auch den FBs kommuniziert (am besten schon bem Einsteigen). Dann kann man auch als FB individuell auf den Gast eingehen. Eine richtige Panikattake habe ich noch nicht erlebt, meißt leiden die Gäste heimlich und still vor sich hin und die wenigsten sprechen das an ?(

Oft hat es bei Gästen geholfen wenn man einfach darüber redet oder man erklärt die ganzen Geräusche. Wenn garnichts hilft, dann nehm ich mir den Gast und setzt ihn entweder in meine Nähe oder neben einem anderen Gast der sich mit ihm unterhält und etwas ablenken kann.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von FlyingManiax » 05 Mai 2010, 14:35

Ich weiß nicht, ob du das bisher machst: Aber für uns ist es immer ganz hilfreich, wenn der Passagier schon beim Einsteigen sagt, dass er Flugangst hat (und dagegen ggf. schon Medikamente genommen hat). Dann kann ich ihn zum Beispiel gleich "warnen", wenn das Cockpit z.B. im Briefing Turbulenzen angekündigt hat und auch gezielt hingehen, wenn es zu wackeln anfängt und eben versuchen von Anfang an zu beruhigen, um es erst gar nicht zu einem Hyperventilationsanfall kommen zu lassen. Klappt eigentlich immer sehr gut. Ich fliege allerdings nur Kurz- und Mittelstrecke.

Bei einem Hyperventilationsanfall hilft das Einatmen über die Spucktüte und psychische Betreuung, damit es den Leuten wieder besser geht. Wir haben zwar auch Medikamente zur Beruhigung an Bord, aber die hast Du ja auch schon von Deinem Arzt verschrieben bekommen. Ich würde da jetzt nicht unbedingt noch zusätzlich etwas aus unserem Kit anbieten, da man ja nie über die Wechelwirkungen weiß (was wir anbieten können sind ohnehin nur rezeptfreie Medikamente, dein Arzt wird dir vermutlich stärkeres verschrieben haben). Wenn's ganz schlimm wird, kann man auch immer noch einen Arzt ausrufen - falls einer an Bord ist, hat der auch noch Zugriff auf Medikamente, die wir gar nicht verwenden dürfen.

Mit Deinem Problem bist Du eventuell hier besser aufgehoben: http://www.treffpunkt-flugangst.de/

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von rosalilla » 05 Mai 2010, 15:58

Die Bachblüten-Notfalltropfen (pflanzlich, ohne Rezept) helfen ungemein gut. Die kannst du dir günstig in der Apotheke kaufen, und sofort anfangen mit einnehmen.
Habe damit gute Erfahrung gemacht. Und man kann es auch ins Flugzeug mitnehmen ...

Liebe Grüße

Rosa

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von Holly Golightly » 05 Mai 2010, 18:06

heidi-alm hat geschrieben: Mir wurde bereits vom Arzt mitgeteilt, dass das nicht passiert, und dass dann im schlimmsten Falle die Flugbegleiter etwas dabei hätten.
Was soll das denn für ein medikament gegen Flugansgt sein, nie gesehen an Bord...

Ich habe auch nur Fälle erlebt, wo die Passagiere bei Start und Landung sehr nervös waren, während des Fluges ging es eigentlich immer.
Du solltest aber gleich beim Einsteigen den Flugbegleitern sagen, dass Du Flugangst hast. Dann wissen sie Bescheid, dass sie öfter mal ein Auge auf Dich haben.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von News » 13 Apr 2011, 09:43

rosalilla hat geschrieben:Die Bachblüten-Notfalltropfen (pflanzlich, ohne Rezept) helfen ungemein gut. Die kannst du dir günstig in der Apotheke kaufen, und sofort anfangen mit einnehmen.
Habe damit gute Erfahrung gemacht. Und man kann es auch ins Flugzeug mitnehmen ...
Wer die innere Anspannung vor der Reise und vor dem Flug auf natürliche Weise abbauen möchte, ist mit der Original Bach-Blüten-Mischung Rescue gut beraten.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_ ... tress-bild

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von DOC HOLIDAY » 13 Apr 2011, 19:44

Also der Herr Bach kannte sicher keine Flugangst der ist nämlich schon 1936 gestorben. Vielleicht wirkt ja der Alkohol entspannend, der in den Tropfen drin ist. Den gibt es billiger ohne Blütenextrakt.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von ciel » 14 Apr 2011, 09:32

Ich hatte in letzter Zeit zweimal Passagiere an Bord, die "richtige" Flugangst hatten. Also nix mit "bisschen nervös bei Start und Landung". Die haben den ganzen Flug über gezittert wie Espenlaub und waren voll in Panik.

Wir FBs können da nicht viel tun, außer mit unserem Auftreten und unserer Zuwendung soviel Sicherheit wie nur möglich zu vermitteln. Als Beruhigungsmittel, das wir rausgeben dürfen, haben wir Kamillentee oder einen steifen Scotch an Bord. :D
Alles andere ist verschreibungspflichtig und darf nur von einem Arzt verabreicht werden.

(Scherz beiseite: Einem Passagier mit massiver Flugangst würde ich niemals Alkohol geben!)


Wer regelmäßig fliegen muss, für den kann sich ein Seminar für entspanntes Fliegen lohnen (z.B. angeboten von www.flugangst.de) Hatte neulich so eine Truppe auf ihrem "Gewöhnungsflug" an Bord. War sehr interessant.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von nike » 14 Apr 2011, 10:18

Also damals...ja, ja, scheee wars...

Zu meiner Zeit als 'In-Flight-Cabin-Manager' auf dem Privatjet hatten wir mal einen arabischen Diplomaten auf der Strecke LUX-GVA an Bord, von dem wir wussten, daß er extrem Flugangst hatte.
Ich habe mich dann, statt auf meinen FB-Seat, schon direkt nach dem Boarding neben ihn gesetzt und ihn von anfang an in ein Gespräch verwickelt, bis dann die Landung in Genf erfolgte. Okay - Service fiel dann flach, war aber auf der Strecke und mit meiner Intention auch nicht wichtig.
Es war ein sehr interessantes Gespräch, nix Oberflächliches, und der PAX war so konzentriert bei der Sache, daß er ganz erstaunt war als die Räder wieder den Boden berührten.
Er war sehr, sehr dankbar und erstaunt über die Art der Gästebetreuung und äusserte, daß er keinen Moment ans Fliegen gedacht hatte (zu unserem Glück, hat das Wetter mitgespielt).

Diesen Luxus kann man sich natürlich auf nem 'normalen' Flieger nicht leisten.
Aber vielleicht kann man ja versuchen den Sitzpartner des 'Fluganstpax' zu impfen, ihn auch durch ein intensives Gespräch abzulenken....es soll ja durchaus auch hilfsbereite und verständnisvolle PAXe geben. :D

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von shocan » 14 Apr 2011, 11:00

Meine bisher schlimmste 'Flugängstigte' sprang bei den Turbulenzen auf, rannte in die Galley und klammerte sich verzweifelt an ne Kollegin 8o . Warum das dann ausgerechnet auch bisher mein einziger Flug mit 'Cabin Crew, please be seated' sein musste.... tja, Murphy ;). Ich hatte auch noch 4LA, so dass ich meine ganze Galley, die geraaade für den ersten Service komplett fertig war, wieder abbauen durfte. Suuuuper.
Die arme Frau allerdings war füüürchterlich ängstlich. Immerhin saß sie direkt in der Reihe vor der 4er Galley, so dass wir sie beim Sitzen wenigstens redend ein bisschen beruhigen konnte. Sie reiste auch ganz allein, so dass wir den umsitzenden Passagieren echt wahnsinnig dankbar waren, dass diese sie immer wieder in Gespräche verwickelten und versuchten sie abzulenken. War schon ziemlich anstrengend. Auch als sie auf die Toilette musste bat sie mich, mitzukommen, sie traue sich nicht alleine. Naja.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von Gastuser » 14 Apr 2011, 13:01

Wir hatten neulich auch ein ganz verängstigte Exemplar an Bord, hat natürlich nichts beim Einsteigen gesagt, aber wir habens dann recht bald gemerkt. Natürlich hats auch noch bei Start und Landung ziemlich gewackelt. Wir haben ihr alles Geräusche etc. ganz genau erklärt und dass sie jederzeit fragen soll, ob sie einen bestimmten Tee etc. möchte um es ihr möglichst angenehm zu machen. SIe war recht dankbar und wir konnten dann sogar eine ganz besondere Überraschung arrangieren, die ihr auch viel Angst genommen hat. Weiters lenken Malbücher (ja!) gut ab. Tropfen gibt es keine an Bord, außer einen guten aus der C-Class: Wenn der Gast das explizit zur Beruhigung seiner Panik, also aus medizinischen Gründen verlangt, soll er es haben.
Bei Hyperventilation denkt der Betroffene ja er bekäme keine Luft, bekommt in Wirklichkeit aber zu viel. Das Aufsetzten der Sauerstoffmaske, ohne die Flasche aufzudrehen wirkt da wunder: Er glaubt er bekommt Sauerstoff und beruhigt sich, der Effekt ist aber er der Spucktüte.

Katrin_286

Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von Katrin_286 » 17 Apr 2011, 18:53

Wie wäre es den mit Globolis (die gibt es in der Apotheke), die helfen bei Nahezu jeder Angstform von Prüfungsangst, Zahnarztangst etc.
Ich selber habe noch keine genommen, aber bis jetzt nur gutes darüber gehört.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von Robert_LH » 18 Apr 2011, 19:55

Ich hatte neulich auch so eine ganz Krasse an Bord.

A380 nach Johannesburg

Wir waren gerade beim Boarden in FRA, die meisten Leute saßen schon und ich stand in der Galley an Tür M2L. Eine Kollegin ist dann los um die Bins zuzumachen und bei dem Anblick muss bei einer Frau die Sicherung durchgeknallt sein. Sie kam dann den Gang entlang gerannt und in die Galley geschossen wie eine Furie und hat den Kollegen angeschrien: "Nicht die Tür zumachen, nicht die Tür zumachen".

Ich hab nen riesen Schreck bekommen und wusste garnicht was los ist.

Als sie noch die offene Tür gesehen hat ist sie einfach nur vor unseren Füßen auf den Boden gesackt und hat vor Erleichterung geweint wie ein Schlosshund...so was heftiges hab ich selten im Leben gesehen. Wir haben sie dann erstmal auf nen Jumpseat gesetzt und ihr ein Wasser gegeben aber sie konnte gar nichts trinken, so fertig war sie...

Ihr Mann kam dann etwas kleinlaut zu uns in die Galley und hat probiert sie zu beruhigen aber es war ein hoffnungsloser Fall. Sie war absolut hysterisch.
In der Kabine bei den übrigen Passagieren brach dann auch Unruhe aus und so wurde dann entschieden die Frau und den Mann auf jeden Fall abzuladen.
Als wir ihr das gesagt haben, war sie in dem Moment glaub ich die glücklichste Frau auf der Welt. Der Mann wollte nämlich partout fliegen und hätte sich von dem hysterischen Anfall gar nicht stören lassen...auch schön

Beim Aussteigen meinte der Mann dann noch, dass es nun schon der 3. Urlaub ist den sie so platzen lässt und der Anreiseflug von Bremen nach Frankfurt sei auch schon so ein Katastrophe gewesen....da musste ich beinahe laut loslachen und dachte nur so: Dann buche doch einfach keine Fernreisen...also es gibt schon wirklich rücksichtslose Ehemänner. Der Frau geht bestimmt jedes Jahr die Pumpe wenn der Alte mit den Prospekten ausm Reisebüro kommt. :D

Aber da sieht man mal, wie unterschiedlich Menschen das Fliegen empfinden...für mich gibt es nichts schöneres und für andere ist es der absolute Horror-Trip
COME FLY WITH ME!!!!

rorschi
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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von rorschi » 06 Mai 2011, 19:59

Ich kann mitfühlen. Bekanntlich hatte ich das "Vergnügen", 3 Nächte nach AF447 von Buenos Aires nach Hause fliegen zu dürfen. Auf alle Fälle habe ich erst dann ein bisschen schlafen können, als wir bereits auf Höhe Dakar angelangt sind. Sogar das gute Zureden des Kapitäns, dass er Gewitter natürlich umfliegt, hat mir nichts genützt...

Ich habe ja im Flieger selber schon die eine oder andere unschöne Situation gehabt, aber noch nie ist mir bislang etwas so "eingefahren" wie AF447.

Nachdem wir letzthin auf dem Weg nach Indien über Turkmenistan in dichten Wolken heftig durchgeschüttelt wurden (mod. turbulence, es gab mitten in der Nacht eine Durchsage des Kapitäns, die Landescheinwerfer gingen an und aus - haben die da vorne die Situation im Griff?), hat es mir mal wieder gereicht, und die Purserin hat mir (HON in F...) darauf ein Flugangstseminar empfohlen. Nein, ich bin natürlich nicht vor allen anderen Reisenden in laute Panik verfallen, habe aber der Purserin gesagt, dass ich die vergangenen Minuten nicht lustig fand und nun ein Glas Wasser bräuchte...

AF447 hat bei mir auch die immer wieder zu lesenden Aussagen relativiert...:

•"Turbulenzen sind kein Risiko für ein Flugzeug"
•"Blitzschläge sind kein Risiko für ein Flugzeug"
•"Piloten umfliegen Gewitter weiträumig"

Auf alle Fälle hat dieses Unglück bewirkt, dass dies das zweite Jahr in Folge ist, wo ich nicht nach Südamerika geflogen bin (vorher mindestens einmal pro Jahr im Frühling, aber vom "Kalmengürtel" mit seinen Wolkentürmen schon immer einen extremen Respekt gehabt...). Kurzstrecke macht mir nix aus - aber auf Langstrecke ist es seither leider so, dass ich im Schlaf bei jeder Turbulenz aufschrecke. Da kann das Bett noch so bequem sein :(

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von airlinebuyer1881 » 07 Mai 2011, 00:14

Hilft es Euch als FB, wenn man als PAX Euch sagt, das Ihr einen Flugangstpax neben einen setzen könnt um Ihn zu beruhigen (mit Erklärung der ganzen Geräusche und Abläufe).
"Dunkel die andere Seite ist, seeehr dunkel...","Halt die Klappe Joda und iss deinen Toast!"

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von melissa » 03 Jun 2011, 21:59

airlinebuyer1881 hat geschrieben:Hilft es Euch als FB, wenn man als PAX Euch sagt, das Ihr einen Flugangstpax neben einen setzen könnt um Ihn zu beruhigen (mit Erklärung der ganzen Geräusche und Abläufe).
Ja, das hilft uns sehr wohl!

Wenn ich weiß, dass jemand Flugangst hat und zufällig "Flugprofis" an Bord sind (oft erkennt man sie an den Uniformen ;-), dann bitte ich meine Pad-Kollegen auf alle Fälle, sich um unseren ängstlichen Gast zu kümmern. Es wirkt meist Wunder, wenn spezifische Geräusche des Flugzeugs, Flugbewegungen etc erklärt werden. Oft hilft einfach auch nur Ablenkung in Form eines Gesprächs.

Hatte einmal die Situation einer Flugängslichen, die neben einem routiniertem Flieger saß. Der hat sie mit so viel Charme umgarnt, dass es schon fast peinlich war. Aber sie hatte viel zu lachen mit ihm!!! Das Ganze wurde mit mir mit einem Gläschen Sekt für die beiden unterstützt. Am Ende des Fluges waren sie die besten Freunde und die Dame hatte wirklich darauf vergessen eigentlich Angst haben zu "müssen".

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von airlinebuyer1881 » 04 Jun 2011, 00:40

melissa hat geschrieben:
airlinebuyer1881 hat geschrieben:Hilft es Euch als FB, wenn man als PAX Euch sagt, das Ihr einen Flugangstpax neben einen setzen könnt um Ihn zu beruhigen (mit Erklärung der ganzen Geräusche und Abläufe).
Ja, das hilft uns sehr wohl!

Wenn ich weiß, dass jemand Flugangst hat und zufällig "Flugprofis" an Bord sind (oft erkennt man sie an den Uniformen ;-), dann bitte ich meine Pad-Kollegen auf alle Fälle, sich um unseren ängstlichen Gast zu kümmern. Es wirkt meist Wunder, wenn spezifische Geräusche des Flugzeugs, Flugbewegungen etc erklärt werden. Oft hilft einfach auch nur Ablenkung in Form eines Gesprächs.

Hatte einmal die Situation einer Flugängslichen, die neben einem routiniertem Flieger saß. Der hat sie mit so viel Charme umgarnt, dass es schon fast peinlich war. Aber sie hatte viel zu lachen mit ihm!!! Das Ganze wurde mit mir mit einem Gläschen Sekt für die beiden unterstützt. Am Ende des Fluges waren sie die besten Freunde und die Dame hatte wirklich darauf vergessen eigentlich Angst haben zu "müssen".
So was hatte ich am 14.05. von DUS nach TXL in einer CRJ900 von Eurowings im Anflug auf Tegel. Nettes Unwetter und ein auf Geschäftliches Mager Model neben mir. Beim Start in DUS die Nase ganz oben, und bei der Landung schon fast auf meinem Schoß und den Kopf in meiner Jacke(Decke und Kissen waren ja nicht da). Habe Ihr die abläufe erklärt und es ging Ihr besser(danach hat Sie nur noch meine Hand zerquetscht). War aber kein Problem. Und ich bin nicht als PAD unterwegs. Bin jetzt als OBC unterwegs. :D
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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von nike » 04 Jun 2011, 16:15

melissa hat geschrieben:
airlinebuyer1881 hat geschrieben:Hilft es Euch als FB, wenn man als PAX Euch sagt, das Ihr einen Flugangstpax neben einen setzen könnt um Ihn zu beruhigen (mit Erklärung der ganzen Geräusche und Abläufe).
Ja, das hilft uns sehr wohl!

Wenn ich weiß, dass jemand Flugangst hat und zufällig "Flugprofis" an Bord sind (oft erkennt man sie an den Uniformen ;-), dann bitte ich meine Pad-Kollegen auf alle Fälle, sich um unseren ängstlichen Gast zu kümmern. Es wirkt meist Wunder, wenn spezifische Geräusche des Flugzeugs, Flugbewegungen etc erklärt werden. Oft hilft einfach auch nur Ablenkung in Form eines Gesprächs.
Okay, aber falls ich als PAD oder Proceeding Crew Member geoutet werde, möchte ich nicht einfach dazu verknurrt werden, jemanden zu betütteln, sei es nun ein FlugangstPax oder ein UM. Könnte nämlich durchaus sein, dass man selber nicht auf der Höhe ist und etwas Ruhe braucht.
Ist mir als PAD auf dem Weg zur Beerdigung meiner Mutter passiert, dass die Crew mir gleich ein UM mit Flugangst (tolle Kombi) aufs Auge gedrückt hat. Schwupp, sass der kleine, mich aus Angst totbabbelnde, Fratz neben mir und über die Schulter der FB kam noch schnell: 'hey, hab gesehen, Du bist eine von uns. Danke fürs aufpassen!' Und weg war sie..... :depp: thxbeitrag

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von Holly Golightly » 04 Jun 2011, 18:01

nike hat geschrieben:
melissa hat geschrieben:
airlinebuyer1881 hat geschrieben:Hilft es Euch als FB, wenn man als PAX Euch sagt, das Ihr einen Flugangstpax neben einen setzen könnt um Ihn zu beruhigen (mit Erklärung der ganzen Geräusche und Abläufe).
Ja, das hilft uns sehr wohl!

Wenn ich weiß, dass jemand Flugangst hat und zufällig "Flugprofis" an Bord sind (oft erkennt man sie an den Uniformen ;-), dann bitte ich meine Pad-Kollegen auf alle Fälle, sich um unseren ängstlichen Gast zu kümmern. Es wirkt meist Wunder, wenn spezifische Geräusche des Flugzeugs, Flugbewegungen etc erklärt werden. Oft hilft einfach auch nur Ablenkung in Form eines Gesprächs.
Okay, aber falls ich als PAD oder Proceeding Crew Member geoutet werde, möchte ich nicht einfach dazu verknurrt werden, jemanden zu betütteln, sei es nun ein FlugangstPax oder ein UM. Könnte nämlich durchaus sein, dass man selber nicht auf der Höhe ist und etwas Ruhe braucht.
Ich schliesse mich an, ich lege da auch keinen grossen Wert drauf, da ich auch aus Erfahrung weiss, dass es einem nicht unbedingt besonders gedankt wird, sondern oft als selbstverständlich betrachtet wird. Im Notfall, also einem richtigen Emergency helfe ich gerne, aber als Krankenschwester oder Nanny fühle ich mich nicht berufen, wenn die Leute zu geizig waren, eine Begleitperson mitzunehmen.

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Re: Flugangst/Panikattacken

Beitrag von melissa » 05 Jun 2011, 22:47

Holly_Golightly hat geschrieben:
nike hat geschrieben:
melissa hat geschrieben:
Ja, das hilft uns sehr wohl!

Wenn ich weiß, dass jemand Flugangst hat und zufällig "Flugprofis" an Bord sind (oft erkennt man sie an den Uniformen ;-), dann bitte ich meine Pad-Kollegen auf alle Fälle, sich um unseren ängstlichen Gast zu kümmern. Es wirkt meist Wunder, wenn spezifische Geräusche des Flugzeugs, Flugbewegungen etc erklärt werden. Oft hilft einfach auch nur Ablenkung in Form eines Gesprächs.
Okay, aber falls ich als PAD oder Proceeding Crew Member geoutet werde, möchte ich nicht einfach dazu verknurrt werden, jemanden zu betütteln, sei es nun ein FlugangstPax oder ein UM. Könnte nämlich durchaus sein, dass man selber nicht auf der Höhe ist und etwas Ruhe braucht.
Ich schliesse mich an, ich lege da auch keinen grossen Wert drauf, da ich aNuuch aus Erfahrung weiss, dass es einem nicht unbedingt besonders gedankt wird, sondern oft als selbstverständlich betrachtet wird. Im Notfall, also einem richtigen Emergency helfe ich gerne, aber als Krankenschwester oder Nanny fühle ich mich nicht berufen, wenn die Leute zu geizig waren, eine Begleitperson mitzunehmen.
Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass man euch zu diesem Akt der Nächstenliebe verpflichten würde?!!? Wenn ihr "unpässlich" sein solltet, wird das natürlich respektiert. Aber Fragen wird doch erlaubt sein, oder?

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