Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Pauline » 10 Jul 2008, 21:29

lieber admin,

um das klarzustellen...anpreisen wuerde ich drogen in keiner weise, egal in welcher situation! und auch in diesem fall nicht! nur der betreffende arzt kann da die entscheidung treffen. und das ist der springende punkt meines beitrages. desweiteren bin ich voll und ganz deiner meinung.

ein thema ist es aber im fliegeralltag, nur eben tabuisiert. von meiner seite aus finde es aber sehr gut das ratsuchende hier informationen bekommen von teilweise erfahrenen flugbegleitern, und auch experten im medizinischen feld.

deshalb erwarte ich auch mit spannung die meinung von Jimmy67

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Administrator » 10 Jul 2008, 21:38

Ich wollte es nur mal deutlich machen, da bekanntermassen viele, gerade sehr junge User dazu neigen, Postings zu wörtlich zu nehmen und nur selektiv zu verstehen. Auf gar keinen Fall soll jemand von denen den Eindruck erhalten, dass solche Lösungen bei jedem Liebeskummer oder jedem Pickel am Popo empfohlen werden. :D

Leider wird das Thema im Fliegeralltag komplett ignoriert und tabuisiert.
Menschen mit psychischen Problemen werden schnell zu Unrecht stigmatisiert. Meiner persönlichen Meinung nach ist sowieso fast jeder therapiebedürftig. :D
Leider ist aber das Thema Psychotherapie, die sehr gut ohne Medikamente funktionieren kann, ebenfalls in dieser Gesellschaft und auch in der Fliegerei tabuisiert.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Jimmy67 » 10 Jul 2008, 21:49

Was ist denn hier die Frage?

Echte Depressionen sind eine Kranlheit, die mit Medikamenten gut behandelt werden kann.

Ich rede von ECHTEN depressionen.

Im Hirnstoffwechsel sind die Botenstoffe serotonin, Dopamin etc. in falschen Konzentrationen.

Dagegen hilft auch keine Psychotherapie

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Administrator » 10 Jul 2008, 21:52

Die Frage lautet, ob Antidepressesiva oftmals zu leichtfertig verschrieben werden. :D
Wie ist Deine Schätzung, wieviel Prozent der Menschen, die sowas verschrieben bekommen, benötigen sie tatsächlich?

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Jimmy67 » 10 Jul 2008, 22:00

Administrator hat geschrieben:Die Frage lautet, ob Antidepressesiva oftmals zu leichtfertig verschrieben werden. :D
Wie ist Deine Schätzung, wieviel Prozent der Menschen, die sowas verschrieben bekommen, benötigen sie tatsächlich?
naja, in den USA gabs ja mal den Fluoxetin Trend (Prozac). Die Ami-pharmaindustrie hat dazu die Krankheit "Social Phobia" erfunden; also wenn man einfach etwas schüchtern ist, wird man mit Prozac eben etwas forscher.

Ein guter Psychater muß erstmal eine richtige Diagnose stellen um welche Art von Depression es sich handelt. Und dann gint es sehr sehr viele Medikamente dagegen, angefangen von genussmitteln wie alkohol und nikotin über illegale Drogen wie koks, cannabis etc.
Einige ersticken ihre depressionen auch in hobbies (marathon laufen, Sexsüchtig, fressüchtig, meilen-onkels !!! Alle diese aktivitäten und Drogen ändern die Dopamin ( belohnungsgefühl) Konzentrationen.

Aber in D denke ich, werden Anti-depressiva nicht zu viel verschrieben.

Cholesterinsenke rund blutdruckmittel werden viel zu oft verschrieben.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Administrator » 10 Jul 2008, 22:08

Danke für die Antwort und sorry, wenn ich so hartnäckig nachfrage, aber da wir ja mit Dir einen Experten hier haben, ist es mir wichtig, von Dir dazu etwas zu hören.
Ein guter Psychater muß erstmal eine richtige Diagnose stellen um welche Art von Depression es sich handelt.
Die Frage ist, ob
1. wirklich nur von einem guten Psychiater verschrieben wird und nicht, wie ich vermute, oft nach einem oberflächlichen Gespräch der Hausarzt
2. wieviel Zeit sich der Arzt nimmt, die richtige Diagnose zu stellen.

Meiner Meinung nach wird die Diagnose oft zu schnell erstellt und die Medikamente verschrieben, um Arbeit zu sparen. Es ist nunmal einfacher,ein Rezept auszstellen als den Ursachen auf den Grund zu gehen und sie zu bekämpfen.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von amazed » 10 Jul 2008, 22:59

ich möchte auch sehr gerne etwas zu diesem thema sagen.

ich stimme dem admin völlig zu. von Freunden weiss ich, wie schnell solche medikamente verschrieben werden. ich habe mich sehr intensiv mit dem thema antidepressiva und was alles noch so dazu gehört beschäftigt und es ist der wahnsinn, wie leichtfertig das ärzte verschreiben! eine freundin von mir konnte ein paar tage nicht schlafen aufgrund des stresses den sie hatte. anstatt ihr erstmal Baldrian zu empfehlen, bekam sie Benzos. hallo???

ausserdem heisst es dann noch lapidar "die machen nicht abhängig... nö, können sie einfach peu a peu absetzen...". ausserdem wird sehr schnell der eindruck vermittelt: "nimm die dinger und es ist alles wunderbar!" ich kann aus eigener erfahrung sagen (nein, ich habe solche dinger nie genommen!): keine pille der welt kann dir deinen inneren frieden schenken, wenn du in der situation bleibst, die dich krank machen.

bevor man diese hammerdinger nimmt, sollte man sich einige meinungen einholen. psychiater sollten sich viel zeit nehmen mit einem zu diskutieren und leider ist es so: es ist immer leichter ein rezept zu verschreiben und es ist immer leichter eine pille runterzuschlucken, die uns so von einigen problemen befreit, aber der fruchtbarere weg ist immer noch der härteste: nämlich sich mit sich selbst und seinen ägnsten und problemen auseinanderzusetzen! das was mir an unserer gesellschaft aufgefallen ist: wir beschäftigen uns echt mit jedem scheiss, aber nur mit uns selber nicht.

keine ahnung ob der beitrag was bringt, aber das wollt ich irgendwie hier loswerden...

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Administrator » 10 Jul 2008, 23:09

amazed hat geschrieben:ich möchte auch sehr gerne etwas zu diesem thema sagen.

ich stimme dem admin völlig zu. von Freunden weiss ich, wie schnell solche medikamente verschrieben werden. ich habe mich sehr intensiv mit dem thema antidepressiva und was alles noch so dazu gehört beschäftigt und es ist der wahnsinn, wie leichtfertig das ärzte verschreiben! eine freundin von mir konnte ein paar tage nicht schlafen aufgrund des stresses den sie hatte. anstatt ihr erstmal Baldrian zu empfehlen, bekam sie Benzos. hallo???

ausserdem heisst es dann noch lapidar "die machen nicht abhängig... nö, können sie einfach peu a peu absetzen...". ausserdem wird sehr schnell der eindruck vermittelt: "nimm die dinger und es ist alles wunderbar!" ich kann aus eigener erfahrung sagen (nein, ich habe solche dinger nie genommen!): keine pille der welt kann dir deinen inneren frieden schenken, wenn du in der situation bleibst, die dich krank machen.

bevor man diese hammerdinger nimmt, sollte man sich einige meinungen einholen. psychiater sollten sich viel zeit nehmen mit einem zu diskutieren und leider ist es so: es ist immer leichter ein rezept zu verschreiben und es ist immer leichter eine pille runterzuschlucken, die uns so von einigen problemen befreit, aber der fruchtbarere weg ist immer noch der härteste: nämlich sich mit sich selbst und seinen ägnsten und problemen auseinanderzusetzen! das was mir an unserer gesellschaft aufgefallen ist: wir beschäftigen uns echt mit jedem scheiss, aber nur mit uns selber nicht.

keine ahnung ob der beitrag was bringt, aber das wollt ich irgendwie hier loswerden...
Danke für diesen wirklich guten Beitrag, der meiner Meinung nach alles zum Thema sagt und den sich alle, die sich in Krisensituationen befinden, gut durchlesen sollten!

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Jimmy67 » 10 Jul 2008, 23:11

AAAAlso...

ein großer Unterschied!
Benzodiazepine sind NICHT antidepressiva.
Angstzustände sind eben nicht depressionen.
Benzodiazepine machen süchtig. Antidepressiva i.A. nicht.

Außerdem es ist nicht immer der Arzt schuld. viele Patienten wollen eben auch die einfache Lösung und sich nicht tief in ihre Seele schauen lassen.

Also nochmal: Antidepressia haben nix mit Valium und Co. zu tun!!!

Aber man kanns z.B. bei Depressionen mit hochdosiertem Johanniskraut versuchen.Ist wissenschaftlich belegt.

Ich habe während meiner Examenszeit tagsüber Amphetamine genommen und abends was zum Pennen genommen. 4 wochen lang ziemlich regelmäßig.
Dann waren die Examen vorbei, ich hatte ne 1.3 und habe gefeiert und dann Urlaub gemacht.
Süchtig bin ich nicht geworden, sondern die Meds haben mir gut geholfen.

Dies soll kein Aufruf dazu sein, dauernd sein Leben mit Doping uzu gestalten.
Aber in aussergewöhnliche Situationen können sie helfen, und bitte niemlas pauschalisieren.

amazed hat geschrieben:ich möchte auch sehr gerne etwas zu diesem thema sagen.

ich stimme dem admin völlig zu. von Freunden weiss ich, wie schnell solche medikamente verschrieben werden. ich habe mich sehr intensiv mit dem thema antidepressiva und was alles noch so dazu gehört beschäftigt und es ist der wahnsinn, wie leichtfertig das ärzte verschreiben! eine freundin von mir konnte ein paar tage nicht schlafen aufgrund des stresses den sie hatte. anstatt ihr erstmal Baldrian zu empfehlen, bekam sie Benzos. hallo???

ausserdem heisst es dann noch lapidar "die machen nicht abhängig... nö, können sie einfach peu a peu absetzen...". ausserdem wird sehr schnell der eindruck vermittelt: "nimm die dinger und es ist alles wunderbar!" ich kann aus eigener erfahrung sagen (nein, ich habe solche dinger nie genommen!): keine pille der welt kann dir deinen inneren frieden schenken, wenn du in der situation bleibst, die dich krank machen.

bevor man diese hammerdinger nimmt, sollte man sich einige meinungen einholen. psychiater sollten sich viel zeit nehmen mit einem zu diskutieren und leider ist es so: es ist immer leichter ein rezept zu verschreiben und es ist immer leichter eine pille runterzuschlucken, die uns so von einigen problemen befreit, aber der fruchtbarere weg ist immer noch der härteste: nämlich sich mit sich selbst und seinen ägnsten und problemen auseinanderzusetzen! das was mir an unserer gesellschaft aufgefallen ist: wir beschäftigen uns echt mit jedem scheiss, aber nur mit uns selber nicht.

keine ahnung ob der beitrag was bringt, aber das wollt ich irgendwie hier loswerden...

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von amazed » 11 Jul 2008, 10:50

lieber jimmy,

natürlich sind AD's nicht das gleiche wie Benzos. Die einen sind antidepressiva, die anderen Beruhigungsmittel. Dass Antidepressiva nicht anhängig machen steht immer und überall drauf. ich kann dir aber versichern, dass sehr viele Menschen die entweder das eine oder das andere nehmen sehr oft extreme schwierigkeiten haben da wieder runter zu kommen. ich weiss nicht, ob ich hier einen link posten darf, aber es gibt eine seite im internet wo sich gequälte "Schlucker" dieser Medikamente wirklich quälen um da wieder runter zu kommen. natürlich ist auch dies nur eine seite der medaille, das weiss ich auch, aber ich finde diese medikamente werden einfach viel zu sehr verharmlost.

und natürlich hast du recht, dass es nicht immer am arzt liegt.

und natürlich haben auch diese medikamente ihre daseinsberechtigung. keine frage, nur, sollte man eben schauen, dass die medikamente auch wirklich gebraucht werden. nicht einfach leichtsinnig verschreiben.

@admin danke, man tut was man kann :)



-------------------------> ok, da ich das hier darf, der link:

www.adfd.org
Zuletzt geändert von amazed am 11 Jul 2008, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von cannella » 11 Jul 2008, 11:03

ich frage mich nur, was mit all den FBs ist, die sich sozusagen von schlafmittlen ernähren!
und die dürfen ohne probleme weiter fliegen????

und auch Tabletten wie Johanniskraut können nebenwirkungen haben, die bisher gar nicht bekannt sind, oder etwa nicht? immerhin steigt die sonnenempfindlichkeit. ob einem Fb bei der schönen strahlung da oben gerade so etwas empfohlen werden sollte, möchte ich auch mal sehr in frage stellen.
aber ist ja alles rein pflanzlich :fear:

möchte ADs nicht verharmlosen, sind aber beim richtigen arzt in der richtigen dosierung sicher treffender als selbstmedikation durch hörensagen, was so alles helfen könnte.

wenn ich teilweise sehe, was kollegen gerade in usa für hämmer einkaufen, frage ich mich ob sie nach der einnahme noch als flugtauglich erklärt werden können!

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 11 Jul 2008, 14:06

cannella hat geschrieben:ich frage mich nur, was mit all den FBs ist, die sich sozusagen von schlafmittlen ernähren!
und die dürfen ohne probleme weiter fliegen????

und auch Tabletten wie Johanniskraut können nebenwirkungen haben, die bisher gar nicht bekannt sind, oder etwa nicht? immerhin steigt die sonnenempfindlichkeit. ob einem Fb bei der schönen strahlung da oben gerade so etwas empfohlen werden sollte, möchte ich auch mal sehr in frage stellen.
aber ist ja alles rein pflanzlich :fear:

möchte ADs nicht verharmlosen, sind aber beim richtigen arzt in der richtigen dosierung sicher treffender als selbstmedikation durch hörensagen, was so alles helfen könnte.

wenn ich teilweise sehe, was kollegen gerade in usa für hämmer einkaufen, frage ich mich ob sie nach der einnahme noch als flugtauglich erklärt werden können!
Du sprichst mir aus der Seele. Johanneskraut macht die Haut sehr lichtempfindlich und sollte auch nicht genommen werden, wenn man schwanger werden will.

Mir sind auch einige Fälle bekannt, wo Flugbegleiter Pillen einwerfen wie sonstwas. Manche fliegen sogar unter dem Einfluss von Antidepressiva. Finde ich nicht gut.

amazed
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von amazed » 11 Jul 2008, 16:55

und wie sieht das dann bitte bei der nachuntersuchung beim medical aus???
da sieht man doch Ad's im urin zb.... :rolleyes:

Holly Golightly
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 11 Jul 2008, 17:24

Ich denke mal, man sieht automatisch schon mal gar nichts, sondern muss auf jede Substanz einzeln testen. Das ist ein Fass ohne Boden. Ich denke mal, beim Medical testen die da nur auf Bakterien und Diabetes usw. Jeder weitere Test kostet Zeit und Geld.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von carpetbagger » 11 Jul 2008, 17:25

Jimmy67 hat geschrieben:



Ich habe während meiner Examenszeit tagsüber Amphetamine genommen und abends was zum Pennen genommen.

4 wochen lang ziemlich regelmäßig.
[/quote]

:brav:

Na, was war es denn? Ritalin?

Und dann XXX?

(Ich betreibe wohl auch eine Internetapotheke). :D


Johanniskraut? Wenn`s hilft! Manche schwören auch auf Lithium.

Die Ausgangsfrage war ja FB trotz Antidepressiva.

Das ist dann doch recht komplex und hängt von sehr vielen Faktoren ab. Krankheitsbild, behnadelnde Ärzte/Psychologen/Psychiater, der Therapie, medikamentös oder nicht.

Grundsätzlich kann man Depressionen (bipolare Störungen) in den Griff bekommen, ob es aber in jedem Einzelfall gelingt, ist eher fraglich. Ich denke mehr kann man hier nicht sagen, jetzt sollte jeder, der davon betroffen ist, fachmännischen Rat einholen und nicht von vornherein eine medikamentöse Therapie ablehnen.
XXX

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von nats » 17 Jul 2008, 16:18

Was mich persönlich ärgert, dass man im Vorfeld in keinster weise darauf hingewiesen wird, dass Depression ein Ausschlußkriterium ist. Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich mich besser auf das Medical vorbereitet (Gutachten von meiner Therapeutin) oder hätte mich gar nicht erst beworben und mir viel Hoffnung für nix auf meinen Traumjob erspart.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Flight » 18 Jul 2008, 10:12

Ich will Dir nicht zu nahe treten aber eigentlich kann man sich denken, daß man als Flugbegleiter immer gut drauf sein soll.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Planeta » 18 Jul 2008, 10:19

Das ist ein Irrglaube, dass Flugbegleiter immer gut drauf sein müssen.

Klar, sie müssen ihre Emotionen unter Kontrolle halten und "ruhig" bleiben, aber das m. M nach nichts mit "gut drauf" sein zu tun, wenn man professionell freundlich ist.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von nats » 18 Jul 2008, 10:47

Flight hat geschrieben:Ich will Dir nicht zu nahe treten aber eigentlich kann man sich denken, daß man als Flugbegleiter immer gut drauf sein soll.
du sagst das so als ob leute die an depressionen leiden immer mit so einem gesicht :o rumlaufen
ich will dir auch nicht zu nahen treten, aber ich glaub du hast keine ahnung. Es ist ein Unteschied wie man sich innerlich fühlt und wie man sich nach aussen gibt. Das kann man sehr wohl differenzieren und nennt man Professionalität.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Jewels » 18 Jul 2008, 11:52

Die Frage ist aber auch, ob ein Mensch mit Depressionen in der Lage ist, nach außen hin immer professionell freundlich zu sein. Oder noch wichtiger, in einer Emergencysituation einen küheln Kopf zu bewahren. Das ist ja auch schon bei nicht-depressiven Menschen die Frage, nur denke ich schon, dass jemand mit Depressionen da doch noch empfindlicher reagieren könnte. Und dass eine Airline dieses Risiko nicht eingehen kann und möchte, ist ja wohl wenig überraschend!
Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

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