Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

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Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von jessi » 18 Jul 2007, 19:56

Hallo, habe mal eine Frage. Ich muss Antidepressiva nehmen und möchte Flugbegleiterin werden. Ich glaube aber, dass das nicht geht, weil man möglicherweise die Tabletten, die ich nehmen Muss, in meinem Blut nachweisen könnte. Stehen meine Chancen gleich Null? Muss ich so lange warten, bis ich sie nicht mehr nehmen muss? Das ist mir irgendwie unangenehm, diese Frage zu stellen...

Cruel_Intention
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 19:58

Sag denen das einfach nicht? Und ich denk nicht das die beim Bluttest auf Medikamente testen?

Hossianna
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Hossianna » 18 Jul 2007, 20:01

Ich denke Antidepressiva können aber auch beinträchtigen und es wäre besser wenn die Airline das weiss was du da nimmst.

Aber ich habe leider keine Ahnung, ob das ein NoGo ist wenn man diese Tabletten nimmt.

Und das muss dir auch nicht unangenehm sein, es gibt heutzutage viele Menschen die Antidep nehmen müssen..

LG Hossi

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 20:01

Hallo Jessi,

wenn Du nicht hier offen fragen kannst, wo denn sonst?

:bussi:

Leider darfst Du während des Flugdienstes keine Medikamente einnehmen, die die Reaktionsfähigkeit einschränken.
Sieh mal bitte auf den beipackzettel, ob da etwas steht.

Wenn es ein pflanzliches Präparat ist, zb Johanneskraut, müsste es eigentlich gehen.

Aber bitte immer bei einem Arzt nachfragen, wir sind nur Laien!

Gute Besserung!!!

:bussi:

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von jessi » 18 Jul 2007, 20:03

Habe heute bei meinem Hausarzt angerufen. Die Sprechstundenhilfe meinte, dass ich das angeben muss. Und dass die das auch im Blut nachweisen könnten. Wobei ich sagen muss, dass ich sie erst gefragt habe, ob man das nachweisen könnte und sie meinte nein. Dann hat sie gefragt, was für Medikamente und ich habe ihr die Situation erklärt. Dann meinte sie, sie hätte eine Freundin, die bei LTU FB ist und dass die da sehr genau sind, generell bei jeder Airline. Von daher traue ich mich nicht, das anzugeben. Ich muss die Tabletten ja auch nicht mein lebenlang nehmen, in letzter Zeit sind nur einige Sachen passiert, die ich so nicht verarbeiten konnte. Von daher ist es nur vorübergehend. Auf der Intersetseite von Germanwings kann man den Bewerbungsbogen online ausfüllen, da steht auch, ob man Tabletten nehmen muss. Wenn ich nein ankreuzen würde, würde ich ja lügen, das will ich nicht...

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 20:04

Das Problem ist das wir Europäer total negativ gegen sowas eingestellt sind...In den USA ist das alltag. Obwohl viele hier depressiv sind gibts niemand zu genau aus diesen Gründen. Auf jedenfall würd ich nicht bei der LH nachfragen sondern bei deinem Vertrauensarzt...

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von jessi » 18 Jul 2007, 20:06

Danke, ihr seit so nett. Ich hatte schon angst, dass ihr jezt alle auf mich einquatscht. Ich drück euch ganz feste!!!

Es sind leider keine Pflanzlichen Medikamente. Aber sie beeinträchtigen mich auch nicht. Mir geht es dadurch nur besser. Was gut so ist.

Hatte auf der letzten Arbeit nicht so viel Glück. Man kann es fast Mobbing nennen, was da abgelaufen ist. Habe dort selbst gekündigt.


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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 20:08

Cruel_Intention schrieb am 18.07.2007 19:04 Uhr:
Das Problem ist das wir Europäer total negativ gegen sowas eingestellt sind...In den USA ist das alltag. Obwohl viele hier depressiv sind gibts niemand zu genau aus diesen Gründen. Auf jedenfall würd ich nicht bei der LH nachfragen sondern bei deinem Vertrauensarzt...


Es hat nichts mit negativer Einstellung in Europa zu tun.
Es geht um Flugsicherheit, die in den USA sicher nicht anders ist als hier.
generell: Kein Fliegen, wenn man Medikamente nimmt, die das Reaktionsvermögen beeinflussen, egal, ob es Augentropfen, Antidepressiva oder sonstwas ist!

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von jessi » 18 Jul 2007, 20:08

ja, man geht hier leider nicht so offen damit um. Obwohl ich fast wette, dass jeder zehnte so was nehmen muss. Ich finde es eigentlich auch nicht schlimm, nur manche Menschen können damit nicht umgehen, wenn man es ihnen sagen würde. Die stempeln einen direkt als "Verrückt" ab, oder sagen, "die hat nen knall", dabei finde ich, dass manche, die ich kenne, auch dringend einen Psychologen bräuchten. Jeder Mensch hat ja eine Psyche, der einen verkraftet manche sachen besser, der andere nicht.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 20:09

jessi schrieb am 18.07.2007 19:06 Uhr:

Es sind leider keine Pflanzlichen Medikamente. Aber sie beeinträchtigen mich auch nicht. Mir geht es dadurch nur besser. Was gut so ist.


Was steht im Beipackzettel?
Es kommt nicht auf das an, wie Du es empfindest, sondern was da an möglichen Nebenwirkungen steht.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Jewels » 18 Jul 2007, 20:13

Ich denke nicht, dass in den USA offener mit diesen Medikamenten umgegangen wird, sondern, dass sie einfach häufiger verschrieben werden als hier; einfach um die Symptome zu lindern und nicht um die Ursache zu finden und zu lösen! Das ist meine persönliche Erfahrung als jemand, der in USA gelebt hat.

@Jessi: Wenn du Antidepressiva nimmst, dann bist du doch wahrscheinlich auch in psychologischer Behandlung, oder? Ich würde vielleicht mal mit dem Psychologen reden und die Situation schildern, vielleicht ist es ja möglich, die Medikamente so langsam abzusetzen, oder auf ein anderes - vielleicht pflanzliches - Präperat umzustellen. Hattest du du das AC bzw ist das Medical bald?
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 20:20

Weder hab ich was von der Flugsicherheit noch von Medikamenten gesagt. Gut das ihr viel Fantasie habt.

Es geht um das Verständnis für das Problem.
Zuletzt geändert von Cruel_Intention am 18 Jul 2007, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 20:25

Hier geht es ja in erster Linie um ihre Flugtauglichkeit, oder?

Wenn Jessi allgemein darüberreden wollte, ohne Bezug zur Fliegerei, hätte sie es sicher nicht im Ausbildungsforum gepostet, sondern im Laberforum.
Da es aber hier um ihre Bewerbung geht, schreibe ich hier nur die hard Facts hin in Bezug aufs Fliegen und nichts allgemeinphilosophisches, was ihr beim Medical nicht weiterhelfen wird.
Dort geht es nämlich nicht um menschliches Verständnis, sondern um reine Flugtauglichkeit.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 20:35

Facts sind es wohl erst wenn es der Arzt bestätigt.

Vom fliegerischen hast du natürlich recht Holly. Das ist ja auch verständlich, dass Medikamente die die Reaktionsfähigkeit beinflussen nichts in der Fliegerei zu tun aber ich bleib trotzdem dabei, dass man das der LH nicht umbedingt auf die Nase binden sollte. Dafür gibts Psychologen und wenn sie jetzt das Medical hat ist ihr LG beginn sicher noch ein bisschen hin und man kann das 'Problem' bis dahin lösen.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 20:46

Eben, sie soll ihren Arzt fragen. Der Blick auf den Beipackzettel wird aber JETZT auch schon mal weiterhelfen und als Anhaltspunkt dienen.

Jessi wird sicherlich beim Medical einen Bogen ausfüllen müssen, wo alle ihre Medikamente draufstehen.
Wer da lügt, handelt nicht nur verantwortungslos anderen gegenüber, denn in dem Beruf geht es um Menschenleben, wenn man aufgrund von Medikamenten, ihren Neben-oder Nachwirkungen (die wir als Laien alle nicht beurteilen können) einen Fehler macht im Notfall, sondern muss auch mit erheblichem Ärger rechnen.
Man unterschreibt schliesslich, dass man wahrheitsgemässe Angaben macht.

Deine Moralvorstellungen, Cruel, haben wir ja bereits im H&M Thread kennenlernen dürfen, als Du auch nichts dabei fandest, Preisschilder zu vertauschen.
Wegen mir kannst Du machen, was Du willst im privaten Umfeld, aber bitte nicht Usern etwas schmackhaft machen wollen, was die Flugsicherheit beeinträchtigen könnte.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 20:53

Erstens kennst du mich nicht Holly also beurteile meine Moral nicht.Von vielen Beiträgen deinerseits macht es dir offensichtlich spaß Leute auf deine Weise zu be/verurteilen. Wenn mir deine Meinung über mich wichtig wäre würde ich dich darum fragen. Ich urteile auch nicht über dich ,). Außerdem mach ich niemanden etwas schmackhaft.
Zuletzt geändert von Cruel_Intention am 18 Jul 2007, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Holly Golightly » 18 Jul 2007, 21:05

Cruel_Intention schrieb am 18.07.2007 18:58 Uhr:
Sag denen das einfach nicht? Und ich denk nicht das die beim Bluttest auf Medikamente testen
?



Das hattest Du ihr geraten.
Ich halte diesen Ratschlag für falsch.

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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Cruel_Intention » 18 Jul 2007, 21:07

Nachdem ich selbst aufgeklärt wurde (von dir in den nächsten Postings) hab ich meine Meinung ja geändert, wie man nachlesen kann.


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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von Schneeflocke » 18 Jul 2007, 21:07

Hallo Jessi,

an Deiner Stelle würde ich auch so verfahren, wie Holly Dir rät. Vielleicht brauchst Du die Medikamente, bis Du in der Schulung bist, gar nicht mehr zu nehmen oder kannst auf ein hoch dosiertes Johanniskrautpräparat zurückgreifen (das allerdings ebenfalls Nebenwirkungen haben kann, ich denke da an erhöhte Lichtempfindlichkeit, relevant im Layover, z.B.).

Laß Dich da von Deinem Arzt beraten. Wenn Du genauere Fragen hast, kannst Du Dich gerne per PN an mich wenden.

LG
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Re: Flugbegleiter trotz Antidepressiva?

Beitrag von jessi » 19 Jul 2007, 05:31

bitte reißt euch nicht deswegen die haare raus! als nebenwirkungen steht nur, dass man an gewicht zu nimmt, was ich leider getan habe :-( und dass man wenig bis gar keinen alkohol trinken sollte, weil es die wirkung verstärkt.

von beeinträchtigungen steht dort nichts drinnen.

ehrlich gesagt, möchte ich auch in kein formular etwas reinschreiben, was nicht der wahrheit entspricht, da ich es ja hinterher unterschreiben muss. da ich lange beim anwalt gearbeitet habe, weiß ich, wie so etwas enden kann.

meine psychologin kannst du in die tonne drücken!!!
das medikament wird mir aber von einem neurologen verschrieben, der hat mir gesagt, dass ich es noch so lange nehmen sollte, bis ich wieder fest im leben stehe, sprich arbeit habe usw.

ich will ja nicht von heute auf morgen fb werden. ich suche mir jetzt erst mal einen job in meiner gelernten branche und dann sehe ich weiter. druck mache ich mir da jetzt nicht mehr, den habe ich mir in den letzten wochen schon genug gemacht.

auch wenn man mein medikament nicht im blut nachweisen könnte, würde ich trotz dessen nicht diesbezüglich lügen wollen. ich will keine neue sache mit einer lüge beginnen.


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